Klein, aber oho! Mikro-Apartments kommen groß raus

Ein Überblick über den Markt für Mikro-Apartments in Deutschland

„Wohnst du noch oder lebst du schon?“ ist ein bekannter Werbespruch eines schwedischen Möbelhauses. Wer jedoch in einer Metropolregion in Deutschland leben will, kann froh sein, wenn man dort auch wohnen darf und eine passende Bleibe gefunden hat. Mit Leerstandsquoten von 0,2 Prozent in München und 0,3 Prozent in Frankfurt am Main ist der Wohnraummangel in einigen Städten besorgniserregend. Zudem setzt sich der Trend zur Singularisierung der Haushalte weiter fort – die Anzahl der Haushalte steigt und die Anzahl der Personen, die darin wohnen, wird kleiner. Der starke Bevölkerungszuzug in die Großstädte ist insbesondere durch junge Menschen (bis 40 Jahre) geprägt, die aufgrund ihrer Ausbildung oder der wirtschaftlichen und kulturellen Vorzüge in die Metropolen ziehen. Mikro-Apartments kommen daher sehr gelegen, um die Nachfrage nach funktionalem Wohnraum zu decken.

Der Wohnungsmarkt in Deutschland ist vielseitig

Der Wohnungsmarkt in Deutschland kann in drei Überkategorien aufgeteilt werden: unmöblierte Wohnungen, möblierte Wohnungen und Temporäres Wohnen (siehe Abbildung 1). Unmöblierte Wohnungen werden durch unbefristete Mietverträge auf Basis des Bürgerlichen Gesetzbuchs vermietet. Möblierte Wohnungen werden vor allem befristet vermietet und basieren auf dem Zweckentfremdungsgesetz – zum Beispiel die Vermietung an Touristen. Als dritte Überkategorie gibt es das Temporäre Wohnen, welches sich aufgrund des Betreiberkonzepts vom Rest des Wohnungsmarktes abgrenzt. Mit „temporär“ ist ein klar definierter Zeitraum bzw. Lebensabschnitt gemeint.

 

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