Rapider Absturz der Hotelinvestments 2020

Die Investitionen in Hotelimmobilien sind in Deutschland letztes Jahr infolge der Corona-Pandemie auf 2,1 Mrd. Euro gesunken. Das sind 57 Prozent weniger verglichen mit den 4,8 Mrd. Euro aus 2019. Von dem Gesamtwert sind laut Cushman & Wakefield allein 1 Mrd. Euro auf das erste Quartal 2020 zurückzuführen. Insgesamt erzielte der Hotelinvestmentmarkt eines seiner niedrigsten Werte der vergangenen sechs Jahre, fügt der Immobiliendienstleister hinzu. Das Ergebnis sei knapp 50 Prozent unter dem Fünf-Jahresschnitt von 4,4 Mrd. Euro gelegen. Grund sei eine generelle Zurückhaltung der Anleger, insbesondere der dominierenden institutionellen Investoren.

Quelle: Cushman & Wakefield
Quelle: Cushman & Wakefield

BNP Paribas berichtet, dass sich auch die durchschnittliche Größe der Verkäufe von 44 auf 27 Mio. Euro stark verringerte, da kleinere Deals einfacher finanzierbar waren. Cushman & Wakefield spricht von 71 Transaktionen in Höhe von mehrheitlich 29 Mio. Euro in 2020. Es dominierten deutsche Anleger mit einem Anteil von rund 75 Prozent des Transaktionsvolumens, gefolgt von französischen (14 %) und Schweizerischen (7 %). Die restlichen vier Prozent kommen durch Investitionen aus den USA und Israel zustande.

Colliers International bestätigt, dass sich der Anteil der Assetklasse Hotel am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen 2020 auf lediglich knapp 3 Prozent beläuft. Damit liegt es 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau und etwa ein Drittel unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Zudem rechnet der Immobilienberater auch 2021 mit einem schwierigen Jahr für die Hotellerie. Seinen Prognosen zufolge werden es die auf Konferenzen ausgerichteten Häuser besonders schwer haben, Urlaubshotels außerhalb der Ballungszentren könnten aber auf ein solides Geschäft im Sommer hoffen.