Pächtersuche in Zeiten von Covid-19

Die Covid-19-Pandemie brachte in den vergangenen Monaten zahlreiche Herausforderungen für Hotelbetreiber mit sich. Für Hotelimmobilienexperte Christie & Co. kristallisierten sich abgesehen von den Personalkosten, die durch Kurzarbeit leicht abgefedert werden konnten, Pachten bzw. Mieten als größter Kostenfaktor im Hotelbetrieb heraus. Bereits im April 2020 schlugen Pächter einen Erlass oder zumindest eine Stundung der Pachtverpflichtungen vor. Auch wenn zunächst Möglichkeiten zur kurzfristigen Überbrückung gefunden wurden, nahm die Belastung mit zunehmender Dauer der Pandemie wieder deutlich zu. Nicht für alle Pachtverträge konnte eine Lösung gefunden werden. Steht ein Betreiberwechsel an, empfiehlt der Christie & Co. Eigentümern das Hinzuziehen eines professionellen Beraters. „Im aktuell durch Covid-19 angespannten Umfeld ist dies wichtiger denn je“, sagt Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe. Über die wichtigsten Eckpunkte sollten sich Hotelbetreiber mit einer Kurzanalyse im Vorfeld Klarheit verschaffen.

3 Fragen für den Vorab-Check:

  1. Welche Betreiber kommen überhaupt für mein Hotel bzw. meine Hotels in Frage und verfügen über eine ausreichende Bonität?
  2. Bin ich unter Umständen bereit, für die nächsten 1-3 Jahre (bis zu einer vollständigen Markterholung) eine hybride Pachtvariante zu akzeptieren, welche eine rein variable Pacht, eine Staffelpacht oder eine Kombination aus fixer und variabler Pacht vorsieht?
  3. Bin ich mir über mögliche Kosten eines eventuellen Markenwechsels bewusst? Neue Pächter erwarten sich bei Abschluss einen langfristigen Vertrag bei einem Rebranding unter Umständen einen Beitrag des Eigentümers.