Accor in der (Corona-)Krise

Accor hat im Rahmen der Halbjahresbilanz 2020 bekannt gegeben, im April und Mai besonders stark unter den Auswirkungen der Corona-Krise gelitten zu haben. So verzeichnete die Gruppe weltweit einen Rückgang des RevPAR in den ersten sechs Monaten 2020 um 59,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der konsolidierte Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf 917 Mio. Euro, was verglichen mit den Zahlen aus 2019 einem Minus von 52,4 Prozent entspricht. Auch das konsolidierte EBITDA fiel um 160,5 Prozent: Während Accor hier im ersten Halbjahr 2019 noch auf 375 Mio. Euro kam, belief es sich in diesem Jahr im selben Zeitraum auf minus 227 Mio. Euro. Insgesamt schreibt der Konzern einen Nettoverlust von 1,5 Mrd. Euro. Infolgedessen will die Kette künftig ihre operativen Mittel besser nutzen und startete ein Programm zur Einsparung wiederkehrender Kosten in Höhe von 200 Mio. Euro. Erste Anzeichen für eine Erholung des Markts bemerkte Accor zunächst im asiatisch-pazifischen Raum und danach auch in anderen Regionen, allen voran in Europa.