Drei Hotelimmobilien des Jahres 2026

Im Rahmen des diesjährigen 196+ Forums in München hat es zum ersten Mal mehrere Sieger gegeben: das Arcotel Tabakfabrik (Linz, Österreich), das Casa Cook Madonna (Madonna di Campiglio, Italien) und das Hotel Schani City (Wien, Österreich). Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Preises sollen die drei Konzepte exemplarisch für die Vielfalt des Hotelmarkts stehen. Eine 12-köpfige Jury wählte zunächst aus den 24 zwischen Januar 2025 und Juni 2026 eröffneten Bewerberhotels zehn Nominierte aus fünf Ländern aus und danach die Top 3. Entscheidend war hierbei ein gelungenes Gesamtkonzept aus Architektur und Gestaltung, Einfügen in das Projektumfeld, Nachhaltigkeit und technische Innovationen, Originalität des Konzeptes sowie Wirtschaftlichkeit.

Das Gewinnertrio in alphabetischer Reihenfolge

Das Arcotel Tabakfabrik ist Teil des neuen Quadrill Quartiers auf dem denkmalgeschützten Areal der Linzer Tabakfabrik. Der etwas über 100 Meter hohe Hotelturm verbindet das industrielle Erbe des Standorts mit zeitgemäßer Hochhausarchitektur. Neben rund 1.000 Quadratmeter Konferenzfläche bietet das 189-Zimmer-Haus das „Q27“ im 27. Obergeschoss auf 99 Metern Höhe mit Restaurant, Bar, Lounge und Terrasse sowie einem 360-Grad-Blick. Auch im Interieur bleibt die Geschichte des Ortes präsent: Sichtbeton, Metall und industrielle Elemente treffen auf warme Materialien und eine präzise Lichtinszenierung.

Hingegen handelt es sich beim Casa Cook Madonna um eine Bestandsimmobilie und zugleich den ersten Auftritt der internationalen Hotelmarke Casa Cook in einem traditionellen Wintersportort. Dabei wurde der 1960er-Jahre-Bau des ehemaligen familiengeführten Hotel Milano umfassend revitalisiert, neu geordnet und durch den Ausbau des Dachgeschosses um zehn Zimmer auf insgesamt 50 erweitert. Zudem ließ Casa Cook die für die Brand typische reduzierte Gestaltung erstmals in einen alpinen Kontext übersetzen. Das Ergebnis: dunkles Holz, mineralische Oberflächen und warme Erdtöne mit restaurierten Möbeln aus Milano-Zeiten.

Das Hotel Schani City versteht sich hingegen als urbane Ruheoase mitten in der Wiener Leopoldstadt. Nahe dem Karmelitermarkt gelegen verbindet das 126-Zimmer-Haus zeitgemäße Architektur und natürliche Materialien mit digitalen Technologien. Zugleich greift es die kulturelle und jüdische Geschichte der „Mazzesinsel“ auf und integriert sie nicht nur in sein Storytelling, sondern auch in die Ausstattung sogenannter koscher-freundlicher Zimmer. So entstand ein Rückzugs- und Begegnungsort für design- und kulturaffine Stadt- sowie Geschäftsreisende, über alle Kulturen und Religionen hinweg.

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