Hotelinvestmentmarkt bleibt kleinteilig

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat das erste Halbjahr 2026 mit höherer Aktivität, aber geringerem Transaktionsvolumen beendet. BNP Paribas Real Estate, JLL und CBRE zeichnen in ihren Analysen ein ähnliches Bild: Großvolumige Einzeldeals fehlten weitgehend, kleinere und mittlere Deals prägten das Geschehen.

Je nach Erhebungsmethode lag das Transaktionsvolumen in den ersten sechs Monaten zwischen 720,9 Millionen Euro laut CBRE, 741 Millionen Euro laut JLL und rund 790 Millionen Euro laut BNP Paribas Real Estate. Während BNP Paribas Real Estate damit ein nahezu stabiles Ergebnis gegenüber 2025 errechnet, weisen JLL und CBRE Rückgänge von rund 18 beziehungsweise 23,8 Prozent aus. Im Vorjahr hatten Verkäufe wie das Mandarin Oriental in München, das Steigenberger am Kanzleramt in Berlin und das Motel One Upper West die Bilanz zur Jahresmitte gestützt.

Zu den größeren Übernahmen zählte im ersten Halbjahr das Penta-Hotel-Portfolio. JLL beziffert dessen Volumen auf rund 275 Millionen Euro. Aroundtown veräußerte dabei sechs deutsche Hotelimmobilien an Ogilvy Capital. BNP Paribas Real Estate nennt den Verkauf ebenfalls als wichtigen Treiber im dreistelligen Millionensegment.

Bei den Standorten führt BNP Paribas Real Estate München mit rund 131 Millionen Euro vor Berlin mit rund 128 Millionen Euro. Beide Märkte lagen unter den Werten von 2025. Hamburg kam laut BNP Paribas Real Estate auf rund 34 Millionen Euro, Köln und Düsseldorf jeweils auf rund 22 Millionen Euro. Frankfurt verzeichnete nach mehreren schwachen Halbjahresbilanzen wieder eine größere Veräußerung.

Auf Käuferseite nennt JLL sehr vermögende Privatpersonen und Family-Offices als aktivste Gruppe. Sie standen im ersten Halbjahr für rund 37 Prozent des Transaktionsvolumens. Institutionelle Investoren erreichten 35 Prozent. Ausländische Käufer machten laut JLL mehr als die Hälfte des Marktergebnisses aus; BNP Paribas Real Estate beziffert ihren Anteil auf 52 Prozent.

Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Analysten mit mehr Bewegung. BNP Paribas Real Estate verweist auf eine gefüllte Pipeline bei mittelgroßen Deals. Auch jenseits der 100-Millionen-Euro Marke befänden sich verschiedene Transaktionen im Markt. Ein Schlussresultat nahe der Zwei-Milliarden-Euro-Marke sei realistisch. JLL sieht ebenfalls einen Gesamtwert in dieser Größenordnung. CBRE erwartet mehr Aktivität, sobald sich das wirtschaftliche Umfeld stabilisiert und laufende Ankaufsprüfungen zum Abschluss kommen.

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