Motel One schreibt rote Zahlen

Wie viele Hotelketten hat die Corona-Pandemie auch die Gruppe Motel One im ersten Halbjahr 2020 hart getroffen. So verzeichnete sie zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Verlust: Die Kette beendet das zweite Quartal 2020 mit einem bereinigten Minus von 51 Mio. Euro, trotz Gegenmaßnahmen wie einem strikten Kostenmanagement, Kurzarbeit und Gehaltsverzicht des Managements.

 

Motel One bleibt liquide

Im Vergleich zum Vorjahr stieg zwar die Anzahl der Hotels von 71 auf 74 Häuser, doch die durchschnittliche Auslastung sank durch die Corona-Krise von 75 Prozent 2019 auf 31 Prozent in diesem Jahr. Für das gesamte 1. Halbjahr lag der operative Cash Flow durch die Kaufpreiszahlung aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion des Vorjahres bei 107 Mio. Euro (2019: 157 Mio. Euro). Obwohl Motel One hohe operative Verluste verzeichnete und 20 Mio. Euro in die Umgestaltung der Bestandshäuser, 17 Mio. Euro in laufende Bauvorhaben sowie 4 Mio. Euro in das FF&E neuer Hotels investierte, stieg die Liquiditätsreserve auf 204 Mio. Euro (2019: 131 Mio. Euro).