NH Hotel Group: Notfallplan sichert Liquidität

Trotz Corona-bedingter Schließungen verfügt die NH Hotel Group dank eines umgesetzten Notfallplans Ende Juni 2020 über liquide Mittel in Höhe von rund 600 Mio. Euro. Das Vorgehen umfasste vor allem eine Reduzierung der Betriebskosten im zweiten Quartal um 70 Prozent sowie Mieteinsparungen (59 Prozent). Darüber hinaus wurden geplante Investitionen teilweise vorsichtshalber gecancelt, die Auszahlung der Dividende ausgesetzt und ein Darlehen aufgenommen.

All diese Maßnahmen wurden durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie notwendig. 95 Prozent des Hotelportfolios war im April und Mai 2020 geschlossen. Ende Juni waren schließlich 60 Prozent der Häuser geöffnet, Ende Juli rund 70 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung lag im Juni bei 31 Prozent und stieg im Juli leicht auf 40 bis 45 Prozent an. Das EBITDA aus Geschäftstätigkeit reduzierte sich im ersten Halbjahr somit auf minus 33,8 Mio. Euro und der Gesamtumsatz auf minus 218,5 Mio. Euro. Trotz der Wiederaufnahme des Hotelbetriebs ging der Umsatz im ersten Halbjahr um 62,4 Prozent auf 309,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2019: 821,5 Mio. Euro) zurück. Dies ist in erster Linie auf die schweren Auswirkungen im zweiten Quartal zurückzuführen, in der der Umsatz nur 30 Mio. Euro betrug.